aktuelle Pressemitteilungen

Mindener Tageblatt | 24. März 2018

„Diese Welt muss untergehen“

Produktionstrio Gerd Heinz, Frank Philipp Schlößmann und Frank Beermann stellen ihre Pläne für die „Götterdämmerung“ vor.

Von Ursula Koch
Minden (mt). „Diese Welt muss untergehen wegen ihrer Gier und Liebesunfähigkeit“, sagte der Regisseur Gerd Heinz, der mit der „Götterdämmerung“ auch den vierten Teil Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner für Minden in Szene setzt (Premiere am 6. September). Für ihn habe Wagner den Schluss allerdings offen gelassen. Denn während die Handlung mit Brünnhildes Selbstmord einen tragischen Verlauf nimmt, sei die Musik „eine Geburtsmusik“. Und da ist noch der Umstand, dass Brünnhilde vor ihrem Tod den Ring an die Rheintöchter zurückgegeben hat. „Das Prinzip Hoffnung leuchtet dünn im Hintergrund auf“, meint der Regisseur. Damit sei die Geschichte hoch aktuell, meint er mit Blick auf den aktuellen Facebook-Skandal, der die Aushöhlung der Demokratie bedeute..

Artikel lesen


Für die „Götterdämmerung“ setzt Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann eine monumentale Treppe in den Or-chestergraben des Mindener Stadttheaters. MT-Foto:NadineSchwan

Mindener Tageblatt | 07. Februar 2018

Wagner als Meister der großen Gefühle

Hans-Jürgen Schatz liest das komplette Libretto der Götterdämmerung. Holger Groschopp begleitet ihn am Klavier.

Von ChristianHelming
Minden (hel). Am Anfang standen Worte des Dankes.Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Mindener Wagner-Verbandes, dankte dem Schauspieler Hans-Jürgen Schatz für dessen Bereitschaft, auch das Libretto von Wagners Götterdämmerung vorzutragen. Schatz dankte Hering-Winckler seinerseits für die Beharrlichkeit, mit der sie das Mindener Ring-Projektnun bis zurvierten und finalen Oper vorangetrieben hat. Die öffentliche Lesung des gesamten Textes der Götterdämmerung, darin waren sich beide einig, habe es in einem derartigen Rahmen wohl noch nicht gegeben. Und auch die in der Vorankündigung kommunizierte Dauer von geschätzt dreieinhalb Stunden –inklusive zweier Pausen, in denen Stärkungen gereicht wurden –schreckte den harten Kern der Mindener Wagnerianer nicht. Rund vierzig Personen wohnten der Lesung im Ständersaal des LWL-Preußenmuseums bei. Eine stattliche Anzahl für ein solch spezielles Vergnügen.

Artikel lesen


Vier Stunden lang dauerte die Lesung des Götterdämmerungs-Librettos. Das Publikum lauschte fasziniert bis zum Schluss. Foto: Christian Helming

Mindener Tageblatt | 01. Februar 2018

Das letzte Segment zum Ring

Kartenverkauf für den Zyklus beginnt

Von Ursula Koch
Minden (mt). Noch bevor Richard Wagners „Götterdämmerung“ in Minden auf die Bühne kommt startet heute, 1. Februar, der Kartenverkauf für die Aufführungen des kompletten „Ring“-Zyklus im kommenden Jahr. Dann ist Wagners vierteiliges Werk in zwei Gesamtdurchgängen zu erleben, die sich jeweils über zehn Tage erstrecken.

Artikel lesen


Mit der Götterdämmerung geht der Mindener „Ring“ in die Vollendung. Foto: Comon

Mindener Tageblatt | 12. September 2017

„Der Erste geht runter, der Letzte rauf“

MT-Stadtgespräch führt wieder hinter die Kulissen der Siegfried-Produktion im Stadttheater. Dabei versucht DirigentFrank Beermann auch, aus dem Publikum ein Mini-Orchester zu machen.

Von Christian Helming
Minden (hel). Stadtgespräch im Stadttheater. Die beiden MT-Redakteurinnen Monika Jäger (Lokales) und Ulla Koch (Kultur) hatten einige der Protagonisten der Siegfried-Inszenierung eingeladen, um rund einhundert interessierten Gästen einen Einblick in die aktuelle Produktion zu gewähren.

Artikel lesen


Gar nicht einfach, gleichzeitig zu klatschen: Dirigent Frank Beermann beteiligt das Publikum. Rechts: MT-Redakteurin Ursula Koch. MT-Foto: Jäger

Westfalenblatt | 11. September 2017

Bravorufe für einen Schmied

Wagners »Siegfried« in Minden groß gefeiert

von Hermann Knaup
Minden (WB), 201S hat der Mindener Wagnerverband die Ring-Tetralogie begonnen. Der Siegfried löste jetztim Mindener Stadttheater große Begeisterung aus.

Artikel lesen


Neue Westfälische | 11. September 2017

Verstrickungen auf allen Ebenen

Dritter Streich: Gerd Heinz inszeniert den Siegfried“. Umjubelte Fortsetzung des Mindener „Ringprojekts“ mit einer Nordwestdeutschen Philharmonie in Hochform

Johannes Vetter
Die Handlung ist schnell erzählt. Ein junger Spund eher schlichten Gemüts, Vollwaise, schmiedet sich aus den Fragmenten eines zerbrochenen Schwertes ein brandneues Exemplar und zieht in die Welt, um das Fürchten zu lernen, tötet einen Drachen (Fafner) und eignet sich den Nibelungen-Ring an; dann ersticht er seinen Pflegevater Mime und begegnet einem Wanderer, der in Wirklichkeit Wotan, der Chef der germanischen Götterwelt, ist; er zerhaut dessen Speer und leitet damit den Untergang der Götterwelt ein, was er aber nicht weiß.

Artikel lesen


Patchworkfamilie: Siegfried, der Enkel Wotans, ist verliebt in Wotans Tochter Brünhilde, die eigentlich Siegfrieds Tante ist. | © Foto: Friedrich Luchterhandt

Mindener Tageblatt | 11. September 2017

Tiefenschärfe noch verstärkt

Mit der Oper „Siegfried“ ist das Publikum wieder voll auf seine Kosten gekommen. Es dankt Sängern, Regieteam und Musikern mit Ovationen.

Von Christian Helming
Minden (hel). September in Minden: Wieder weht das Wagner-W über dem ehrwürdigen Stadttheater. Wieder herrscht Premierenstimmung. Wieder reisen Opernbegeisterte von nah und fern an, um im „Bayreuth des Nordens“ einem weiteren Mindener Opernwunder beizuwohnen. Es ist die siebte Wagner-Oper, die der hiesige Wagner Verband mit seiner rastlosen Vorsitzenden Jutta Hering-Winckler an der Spitze und in Zusammenarbeit mit Stadttheater und Nordwestdeutscher Philharmonie auf die Bühne bringt, die dritte des Ring-Projekts. Und wer seinerzeit mutmaßte, ein solches Unterfangen würde Leistungsfähigkeit und Kräfte der heimischen Verantwortlichen übersteigen, dürfte mittlerweile ver-stummt sein, da jetzt auch die Siegfried-Premiere Geschichte ist und nur noch die Götterdämmerung ihrer Aufführung harrt.

Artikel lesen


Die heikelste Szene: Siegfrieds Kampf gegen den Drachen setzen Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann und Regisseur Gerd Heinz überzeugend um. MT-Foto: Alex Lehn